Eine kleine Reise durch die Münchner Wochenmärkte

20. Jul 2016

Um zur ersten Station unserer Reise zu kommen, muss ich Ihnen eine Frage stellen, kennen Sie Österreichs flüssiges Gold? Nein? Dann müssen Sie unbedingt auf dem Wochenmarkt Messestadt Riem am Willy-Brandt-Platz vorbeischauen.

Einmal im Monat bietet hier das Winzergut Prabatsch-Aichinger seine vielfältigen Weinspezialitäten an und verführt mit seiner erlesenen Bandbreite zum verweilen und probieren. Doch nicht nur für Weinliebhaber ist einiges geboten, der Wochenmarkt wird mit seinem umfangreichen Sortiment fast allen Geschmäckern gerecht – von Käse über Fisch zu Fleisch mit Gemüse und Obst ist alles vorhanden, was das Herz begehrt.
Also los, auf geht’s auf eine kulinarische und regionale Entdeckungsreise, jeden Freitag von 10.00 – 18.00  Uhr am Willy-Brandt-Platz.
Unseren nächsten Halt legen wir am Samstag von 07.00 – 13.00 Uhr am Schweizer Platz / Ecke Graubündener Straße ein.
Was es hier sehenswertes gibt? Na unseren Wochenmarkt Fürstenried-West, gespickt mit allerlei regionalen Leckerein und Spezialitäten. Da reiht sich unter anderem die Fischzucht Mossmühle dicht an dicht mit Keese’s Käsespezialitäten, dem Feinkostladen Wöller, neben der Fa. Steingraben mit einem Bio-Vollsortiment und der Metzgerei Wimberger. Alle gefüllt mit hochwertigen Lebensmitteln aus der Region.
Und noch viele Standl mehr regen zum schnabulieren und zum ‚Einkaufskorb-befüllen‘ ein. Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle, allein schon nur um das bunte Markttreiben an einem sonnigen Samstag zu beobachten.
Für die ‚Wilden‘ unter uns ist vor allem an unserer nächsten Station, dem Wochenmarkt am Lerchenauer-See etwas geboten. Jeden Freitag von 13.00 – 18.00 Uhr gibt es beim Standl Wildfleisch Ostallgäu diverse Wildfleischspezialitäten oder ein Ammerseer Lamm und die richtigen Wildgewürze und indischen Chutneys gleich dazu.
Doch auch für die nicht ganz so abenteuerlustigen Schlemmer unter uns ist dort einiges geboten. Wie wäre es mit Mediterraner Feinkost beim Standl von Feinkost Mirandela? Unter anderem laden hier ein herrlicher Schafskäse, Dips, Tapas, Saucen, Brotaufstriche oder feinste Olivenöle zum Probieren ein. Lassen Sie sich hier zu einer ausgefallenen Brotzeit der etwas anderen Art inspirieren oder kochen Sie sich pünktlich zum Wochenende ins entfernte Andalusien mit einer feinen Gazpacho.
Eine Station weiter in unserer Reise gelangen wir zum Wochenmarkt in der Au am Mariahilfplatz. Hier kommen jeden Samstag von 07.00 – 13.00 Uhr unsere Naschkatzen und Baumstriezel-liebhaber voll und ganz auf ihre Kosten. Der Hefeteig wird hier über einer offenen Feuerstelle gebacken und kann dann direkt genüsslich verzehrt werden. Doch auch ein Standl weiter bei Zwickl lassen sich verschiedene süße Leckereien finden und natürlich ist auch nicht ganz so schwere Kost vertreten wie beim Gärtnerhof Teising. Leckeres Obst, Gemüse, frischer Fisch und alles für den täglichen Bedarf kann man sich auf dem Wochenmarkt bei unseren verschiedenen Standl’n besorgen, natürlich immer aus regionalem Anbau.
Weiter geht’s zu unserem kleinen aber feinen Wochenmarkt am Giesinger Bahnhofsplatz. Wie immer finden wir auch hier in einer gemütlichen Atmosphäre, die stets zu einem kleinen Plausch mit den Standlbesitzer einlädt, vielfältige und vor allem hochwertige Lebensmittel im Sortiment. Weniger ist oft mehr, trifft hier voll und ganz zu, denn trotz der wenigen Standl herrscht hier jeden Freitag von 13.00 – 18.00 Uhr reges Markttreiben mit einem vielfältigen Sortiment.
Am Thüringer Eck nach Feierabend eine Bratwurst schlemmen und dann genüsslich mit einem frischen Fisch aus der Forellenzucht Loisachtal Kneidl ins Wochenende starten, was gibt es besseres.
Unseren letzten Stopp legen wir am Wochenmarkt in Untersendling am Margaretenplatz ein.
Hier öffnet jeden Samstag von 07.00 – 13.00 Uhr ein sehr kleiner Wochenmarkt seine Standl.
Doch bevor Sie das Wort klein auch nur irgendwie abschrecken kann – es ist alles vorhanden, Bäcker, Metzger, Blumen, Hähnchen, Honig, Fisch, Fleisch, Käse und vieles mehr. Am Rande ein kleiner Insidertipp, der Bäckerwagen ist manchmal nur bis ca. 11 Uhr da, weil ab dann schon oft alles wegen des großen Ansturms ausverkauft ist.
Also ein Besuch lohnt sich, um frische Sachen fürs Wochenendfrühstück, -mittag oder -abendessen zu besorgen.
Und irgendwann nimmt selbst die schönste Reise ein Ende.
Abschließend kann man sagen, natürlich sind unsere Wochenmärkte nicht mit unseren anderen großen Märkten wie dem Viktualienmarkt zu vergleichen, schon allein von der Größe her, aber sie sind ideal, um den Bedarf in den jeweiligen Vierteln nach fairen und regionalen Erzeugnissen zu decken und um unsere Landwirtschaftsbetriebe in direkter Nähe zu unterstützen, ohne teilweise noch einen langen Weg in die Innenstadt auf sich nehmen zu müssen.
Also auf zu unseren Wochenmärkten – eben eine gesunde Entscheidung!