Zwiebel – tolle Knolle für die gesunde Küche

Die Zwiebel, ein beliebtes Lauchgemüse mit Tradition: Die Küchenzwiebel ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit und ein echtes Multitalent im Haushalt. Seit der Antike wird sie als Heil-, Gewürz- und Gemüsepflanze kultiviert, und im alten Rom zählte die Zwiebel sogar zu den Grundnahrungsmitteln.

Heute ist die Zwiebel das zweitwichtigste Küchengewürz und das beliebteste Lauchgemüse überhaupt. In vielen Gerichten ist sie ein unverzichtbarer Bestandteil, der den Speisen erst den perfekten Geschmack verleiht. Gedünstet, geröstet, gebraten, roh, geschmort oder gekocht – Zwiebeln geben unserem Essen in jeder erdenklichen Form den nötigen Schliff.

Mineralstoffreich und entzündungshemmend
Zwiebeln veredeln nicht nur zahlreiche Gerichte, sie gehören auch zu den ältesten Heilpflanzen der Welt. Schon vor 3.000 Jahren schrieb man ihnen in Ägypten eine kraftfördernde Wirkung zu. Vor allem Arbeiter verzehrten sie deshalb in großen Mengen. Später setzte der bekannte Arzt und Alchemist Paracelsus die Zwiebel auch in der Klostermedizin gegen Leiden wie Pest, Cholera und Skorbut ein, da sie viel Vitamin C, A und B sowie wertvolle Mineralstoffe wie Kalium, Fluor, Mangan, Magnesium und Kieselsäure enthält. Ein besonders wichtiger Inhaltsstoff ist das keimtötende Allizin, das über eine ähnliche Wirkung wie ein Antibiotikum verfügt.

Kalorienarm und ballaststoffreich
Lauch- und Zwiebelgewächse gehören zu den ballaststoffreichen frischen Gemüsen, und in 100 g stecken lediglich 28 kcal. Deshalb sollte eine gute Portion Zwiebeln täglich auf unserem Speiseplan stehen. Je schärfer die Zwiebel, desto gesünder ist sie auch, da sie dann die meisten gesunden Inhaltsstoffe enthält. Rohe Zwiebeln sind eindeutig am gesündesten, denn beim Braten geht etwa ein Viertel der wertvollen Nährstoffe verloren, beim Kochen sind es sogar drei Viertel. Ein grüner Salat oder ein Kartoffelsalat mit vielen frischen Zwiebeln schmeckt also nicht nur besonders lecker, sondern kommt auch unserer Gesundheit zugute.

Hausmittel seit der Antike
Zwiebeln werden seit Urzeiten zudem als Hausmittel gegen unterschiedliche Beschwerden eingesetzt: So drückt man zur Linderung nach einem Insektenstich die Schnittfläche einer halben Zwiebel auf die betroffene Stelle, bei Mittelohrentzündung werden Umschläge mit klein gehackten Zwiebeln empfohlen, und als bewährtes Mittel gegen Husten kommt Zwiebelsirup zum Einsatz.

Zwiebeln als Fleischzartmacher
Vor allem in traditionellen Rezepten aus dem östlichen Mittelmeerbereich, dem Nahen Osten oder dem Balkan wird Zwiebelsaft auch als Fleischzartmacher verwendet. Dazu wird Fleisch, beispielsweise Lamm- oder Hammelfleisch, über Nacht in einer Mischung aus Zwiebelsaft, Öl und Gewürzen oder in Milch, Zwiebelsaft und Gewürzen eingelegt. Alternativ wickelt man das Fleisch mit rohen Zwiebeln, Pfeffer und Salz ein und lässt es mindestens zwölf Stunden ruhen. Danach bietet das Fleisch optimale Voraussetzungen für einen saftigen Braten. Auch für Grillfleisch ist diese Methode hervorragend geeignet, es wird dadurch herrlich zart und schmackhaft.

Gemüsezwiebel

Die Gemüsezwiebel ähnelt der Speisezwiebel, sie ist jedoch größer und geschmacklich etwas milder oder süßer. Sie eignet sich hervorragend für Salate, Eintöpfe, Zwiebelkuchen und Hackbraten oder Hackfleischfüllungen. Auch als pikante Beilage zu Gegrilltem oder Rostbraten lässt sie sich gut verwenden, und Gemüsebrühen bekommen durch die Gemüsezwiebel die nötige Würze.

Weiße Zwiebel

Ursprünglich stammt die weiße Zwiebel aus dem Mittelmeerraum. Als milde Zwiebel passt sie sehr gut zu sommerlichem Gemüse wie Zucchini und Auberginen, und auch auf dem Grill oder im Backofen geschmort ist sie eine delikate Gemüsebeilage.

Rote Zwiebel

Die rote Zwiebel ist sehr fruchtig und ideal für Salate und Tomatengerichte. Damit ihre rote Farbe erhalten bleibt, sollte sie vorwiegend in der kalten Küche eingesetzt werden.

Schalotte

Als Königin unter den Zwiebeln beeindruckt sie durch ihren feinen Geschmack, roh unterstreicht sie frische Sommersalate und leicht gedünstet helle Spargel-, Fisch- und Fleischsoßen.

Frühlingszwiebel

Die kleinen weißen Knollen haben grüne Triebe, schmecken sehr mild und besitzen eine milde Schärfe. Sie sollten nur roh oder schwach gedünstet zum Einsatz kommen, da sie durch zu viel Hitze verbrennen und bitter schmecken.

In der traditionellen chinesischen Medizin haben Frühlingszwiebeln seit Jahrhunderten einen hohen Stellenwert bei der Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten. Unter anderem werden ihnen gute Heilwirkungen bei Erkältungen nachgesagt.

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